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Einige unserer Fördergruppenmitglieder sind beim Bieler 100er gelaufen, gewonnen hat ihn bekanntermaßen Branka Hajek, die versprochen hat, noch ein paar Zeilen zu schicken. Bisher liegen uns die Eindrücke von Ulrike Steeger und Nicole Benning vor:
Ulrike: ich fand es ziemlich schwer, wir sind nicht wie sonst donnerstags angereist, sondern Freitagmittag. Wir haben zwar am Nachmittag etwas geruht, aber irgendwie war es anders als sonst. Die Witterung war schül-warm und um uns herum zog ein Unwetter auf, was Gott sei dank aber weiter gezogen ist. Ich habe lange gebraucht, um in den Tritt zu kommen, denn ich habe bis KM 22, wo Udo erst mit dem Rad einsteigen konnte, kaum getrunken. Danach war meine Verpflegung perfekt, denn Udo ist der beste Scherpa den es gibt. Das schwerste Teilstück für mich ist der Ho-Chi-Minh-Pfad, der war wieder so dunkel, dass ich auf den ersten 5 Km mit dem Fuss umgeschlagen bin und danach erstmal gebraucht habe mich wieder zu sammeln. Und wenn man aus dem Wald raus kommt, geht der Lauf erst richtig los, denn bis dahin kommen fast alle. Ich war jetzt 10 Mal dort, man sollte doch meinen, dass man weiß was auf einen zu kommt, aber es kommt oft anders als man denkt.
Nicole: Ich bin nach Biel gefahren, um zum dritten Mal bei diesem für mich besonders schönen und wichtigen Lauf ins Ziel zu kommen. Auf die Frage, was ich vor habe, antwortete ich, "ich möchte mir das Erlebnis eines weiteren Zieleinlaufs gönnen." Nach meinem zweiten Platz aus dem Vorjahr versuchte ich ganz bewusst, nicht an Platzierungen zu denken, denn 100 km sind lang, es kann viel passieren unterwegs und bekanntermaßen können andere auch laufen. Wenn möglich wollte ich versuchen, eine für mich und für Biel gute Zeit zu erreichen. Obwohl ich trotz eines Verlaufers (ein "Spaßvogel" hatte sich als Streckenposten verkleidet und einige Läufer, darunter mich, an einer Kreuzung fehlgeleitet, was einige Minuten kostete bis wir es merkten und umdrehten) in Kirchberg (km 56) noch unter meiner Durchgangszeit aus dem Vorjahr lag, sollte für mich das Rennen dort zu Ende sein. Mein Magen spielte schon die halbe Nacht verrückt, ein ganzer Steinbruch bewegte sich darin auf und ab, wer neben mir lief, konnte es deutlich hören. Mein Magen hat die Nachtlauferei noch nie gemocht, egal bei welcher Strecke. Manchmal vergehen die Probleme mit der Zeit, in der Bielernacht 2010 wurden die Krämpfe aber immer schlimmer. In Kirchberg war ich daher einfach nur froh, nicht mehr laufen zu müssen; auch Jochens Überredungskünste konnten mich nicht zum Weiterlaufen bewegen. Ich knabbere zwar noch an diesem Ausstieg, denn das gibt's echt nur im absoluten Ausnahmefall, aber es war die richtige Entscheidung. Und wer weiß, was ich stattdessen als nächstes mache, Ideen habe ich schon ein paar. Es gibt ja noch mehr schöne lange Läufe, nicht nur den von Biel.

Ulrike und Udo Steeger beim Zieleinlauf
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