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6-Stundenlauf in Stein am 4. März 2007 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wolfgang Olbrich-Beilig   

Nach dem letzten Wochenende in Kiel, Lübeck und Hamburg waren Dagmar und ich diesmal in Stein am Start. 

Beim ersten Lauf des DUV-6-Stunden-Cups 2007 wollten wir einen gemütlichen Lauf machen und hatten keine besonderen Leistungsambitionen. Einfach nur geniessen und mind. Marathon, damit Dagmar auch wieder etwas zu sammeln hat.

Wir hatten eine Fahrgemeinschaft mit Bernd Juckel und Willy Helfenstein von der SG Neukirchen-Hülchrath und fuhren dann gemeinsam gegen 9 Uhr in Grevenbroich los. Da der Start erst um 11 Uhr erfolgen sollte, hatten wir also noch mehr als 1 Stunde Zeit, um uns lauffertig zu machen. 

Als wir gegen 09:45 Uhr in Stein ankamen, erwartete uns strahlender Sonnenschein, womit wir trotz entsprechender Wettervorhersagen nicht gerechnet hatten, da es gestern noch in Strömen geregnet hatte und auch die Temperaturen deutlich niedriger lagen als jetzt. Nach dem Abholen der Startunterlagen und dem Wiedertreffen vieler Lauffreunde aus der Ultraszene standen wir nun am Fahrzeug und sinnierten über die richtige Laufkleidung. Nach einigem hin und her entschieden wir uns dennoch für dünn, aber lang, was wohl im Nachhinein auch die richtige Entscheidung gewesen ist. 

Etwa 25 Minuten vor dem Start begaben wir uns dann langsam zum Startbereich. Auch auf dem Weg dorthin begegneten wir wieder vielen alten Freunden und Freundinnen. Da waren Marion Braun mitsamt Ehegesponst Wolfgang, Conny, natürlich mit Ehemann und Personaltrainer Siggi, Iris Jakschy, Elisabeth Kramer, Carmen Hildebrand, Manfred Ludwig, Wolfgang Mischollek, Hugh Hunter im Kilt, u.v.m. Kurzum alle, mit denen man gerne zusammen die Runden dreht und immer ein paar nette Worte wechseln kann.

Vollkommen aus dem Gespräch gerissen wurden wir dann, als um 11 Uhr die Startpistole abgefeuert wurde und der Troß sich in Bewegung setzte. Zunächst liefen wir die ersten drei Stunden in einer kleinen Gruppe mit Iris J., Bärbel Krapp, Thomas, Dagmar und ich. Der Sprecher fand nach den ersten beiden Runden auch schon einen Namen für uns und fortan wurden wir immer als „Groupe Lisewitz“ angekündigt. Das Wetter hielt sich und die Stimmung in der Gruppe war erste Sahne. Bärbel war froh, dass sie endlich wieder auf den langen Strecken unterwegs sein konnte, nach ihrem Sturz in Köln beim 12 Stundenlauf. Iris war froh mit uns ein Lauftempo anzuschlagen, was deutlich unter ihrem „normalen“ Tempo liegt, da sie die letzte Woche mit einem Infekt noch zu Bett lag und der Rest war einfach so froh und verbreitete gute Laune!

Nach etwa drei Stunden brach dann bei einem längeren Toilettengang der Namensgeberin die „Groupe Lisewitz“ auseinander und bestand fortan nur noch aus Dagmar und mir. Zwischenzeitlich gesellte sich immer der ein oder andere kurze Begleiter dazu und es wurden viele Neuigkeiten ausgetauscht und Geschichten erzählt! Natürlich wurde auch ein wenig gefrotzelt, z.B. als wir Vater und Sohn Berka unabhängig voneinander gehen sahen: „He, das ist’ ne Laufveranstaltung und kein Wandertag, Volker!“ oder „Hast du auch gehört, dass die Fam. Berka heute’ nen Wandertag eingelegt hat!“. Naja, die große Klappe von mir sollte sich natürlich rächen, als Dagmar und ich beschlossen, die letzte Stunden auch nur noch wandernd zurück zu legen! Zuerst Frank: „Tja, nu hab ich euch doch wieder versägt! Wie war das mit dem Wandertag?“ Dann Volker: „Aha, Laufveranstaltung also! Ach so!“ Aber wie sagt man so schön, wer austeilen kann, muss auch einstecken können!

Wir gingen noch weiter bis vor den Eingang zum Schwimmbad und warteten dort bei Siggi auf die Schlußhupe. Nachdem diese erfolgt war, dauerte es einige Zeit, bis wir vermessen waren und uns dann dem angenehmen Teil, wie Duschen, Bier und Pommes widmen konnten!

Gewonnen hat bei den Männern übrigens Marc Papanikitas, BEL, vom AVKA, mit 84,270 km, vor Ivan Hostens, BEL, vom BEHO, mit 81,729 km und Lucien Taelman, BEL, vom AZW, mit 80,741 km. 

Bei den Damen konnte Birgit Schönherr-Hölscher vom PV Triathlon Witten das Rennen mit 73,555 km klar für sich entscheiden, nachdem sie das Rennen sehr verhalten angegangen war und erst nach etwa 3 Stunden das Tempo so verschärfte, dass ihre Konkurrentinnen sie ziehen lassen mussten. Zweite wurde Manon Wenmekers, NL, vom AV Caesar, mit 72,827 km, was gleichzeitig einen neuen Niederländischen Rekord darstellt, vor Marion Braun, vom SV Germania Eicherscheidt mit 70,689 km, die sie gewohnt konstant abspulte und beim Vorbeilaufen auch immer ein nettes Wort über hatte! Und ganz nebenbei auch noch eine neue Deutsche Bestleistung in ihrer Altersklasse erzielte!

Auch in Sachen Organisation hatte das Team um Han Frenken wieder alles im Griff und es lief einfach rund. So kennen wir das und auch deshalb ist die Veranstaltung in den Niederlanden auch von den deutschen Teilnehmern so gerne besucht und Bestandteil des DUV-6-Stunden Cups.

Ach so, Dagmar und ich kamen auf glorreiche 47,687 km, was uns auch vollkommen ausreichte! 

 
 
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