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Mathias Paul (Mitglied Nummer 2525)
Laufen ohne Ball am Fuß ist reine Zeitverschwendung...
so dachte ich noch vor 10 Jahren.
Bis mich dann eines Tages ein Bekannter überredet hat ab und zu mit ihm zu laufen. Er trainierte für den Berlin-Marathon. Überm Laufen wurde der Bekannte zum Freund. Ich hatte die 40er Grenze schon überschritten und seltsamerweise wurde der Ball immer schneller im Vergleich zum Fuß.. oder waren es die Füße, die langsamer wurden? So beendete ich meine aktive fußballerische Laufbahn bevor es so weit war, dass ich aus Großzügigkeit in der Mannschaft mitspielen durfte. Und lief etwas mehr.
Fast zwangsläufig kommt dann irgendwann ein Marathon, dieser kam 2001. Musste natürlich ein großer Stadtmarathon sein. Wo sonst als in Berlin?! Kaum über der Ziellinie fragte ich gleich: Wo und wann ist der nächste ? Ich hatte also Spaß am Laufen auch ohne Ball gefunden.
Mehrere Marathons folgten, natürlich immer mit einem Zeit-Ziel im Kopf. Schnell laufen (wenn man das in meinem Tempobereich überhaupt so nennen kann), merkte ich, fiel mir recht schwer, weit und lang laufen eigentlich nicht. So reizten mich dann die Distanzen jenseits und abseits der 42 km auf der Strasse.
2004 lief ich als Einstieg(-sdroge) den Jungfrau Marathon und den Schwäbisch Alb Marathon. Und die Kombination aus beiden (Berglauf und Ultra ), das war mein Ding! Bärenfels, Uewersauertrail, Cretes Vosgiennes, Biel und letztendlich CCC und als bisherige Krönung UTMB folgten...
Was reizt mich daran?
Es kommt nicht auf die Geschwindigkeit an. Es sind sehr schöne Landschaftserlebnisse. Man sieht nicht nur sondern erlebt die Landschaft, in der man sich bewegt. Ebenso lerne ich viel über mich selbst und über andere, mit denen ich gemeinsam laufe.
Der Ehrgeiz besteht für mich im Erreichen des gesteckten Ziels und das ist im wahrsten Sinne des Wortes das Ziel.
Meist schreibe ich mir nach dem Lauf die Eindrücke auf und erlebe den Lauf hautnah ein zweites Mal beim Schreiben...
In meiner noch kurzen Läuferzeit habe ich viele, viele Leute kennen gelernt und Freundschaften geschlossen. In diesem Rahmen hat für mich, als reinem Hobbyläufer, die DUV auch eine große Bedeutung. Pflege von Bekanntschaften und Freundschaften, Informations- und Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten und natürlich gemeinsames Laufen finde ich hier. Es ist schon ne duvte Vereinigung!
Ich gehöre wohl zur Fraktion der reinen Hobbyläufer, finde die Diskussionen und den Streit mit dem DLV von daher etwas mühsam und anstrengend, kann die Argumente aber dennoch verstehen und nachvollziehen.
Ach ja: Und so ganz kann ich das Laufen ohne Ball immer noch nicht lassen. Kicke noch mehr oder weniger regelmäßig mit Freunden. Auch wenn sie mich alle für verrückt erklären, dass ich die Strecken, die sie allerhöchstens mit dem Auto zurücklegen, zu Fuß und aus Spaß laufe.
02.04.2009
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