DUV - Deutsche Ultramarathon Vereinigung e.V.
Banner
Sie sind hier: Start The DUV DUV squad FG unterwegs: 24 h WM/EM Brive
Banner
  
Banner
  
Banner
FG unterwegs: 24 h WM/EM Brive Print E-mail
There are no translations available.

Mit vielen unterschiedlichen Eindrücken und sportlichen Erfolgen sind die Mitglieder des 24-Stunden-Nationalteams, allesamt Fördergruppen-Mitglieder, von den Welt- und Europameisterschaften in Brive la Gaillarde zurückgekehrt.

Die herausragende Leistung vollbrachte Julia Alter, die nicht nur einen neuen deutschen Rekord ihrer Altersklasse lief, sondern die Bronzemedaille gewinnen konnte. Unter dem Motto „Motivation gesucht - neu oder gebraucht“ hat sie ihre Eindrücke nicht zusammengefasst: Als ich mit meinem Freund Christian Fatton von Brive nach Hause fahre sortiere ich während der Fahrt die Zwischenstandzettel der Reihenfolge nach........10:00 Uhr, 11:00 Uhr, 12:00 Uhr……01:00 Uhr, 02:00 Uhr, 03:00 Uhr…..Moooooment 03:00 Uhr? Was ist das eigentlich für ein Sport, bemerke ich? Es ist 3 Uhr nachts und wir haben nichts Besseres zu tun als in Zentralfrankreich in einem kalten Park unsere Runden zu schlurfen, klebrige Gels zu schlotzen, bappig süße Energieriegel zu nagen und versuchen uns auf positive Gedanken zu bringen, damit wir beim vielen Rundendrehen nicht etwa noch durchdrehen, denn Mediziner sind zwar vor Ort aber leider keine Psychologen. Aber eins nach dem anderen: Die Organisation war meiner Ansicht nach perfekt:
- Unterbringung in den Hotels
- Bus-Shuttles vom Hotel überall hin wo wir hin mussten
- Essen: kaum Wartezeiten, gute Qualität, schöne, große Portionen (Nachschlag möglich aber überflüssig), gepflegte Atmosphäre
- Strecke zwar etwas kurvig u. mit kleiner Steigung aber dafür sehr abwechslungsreich
- Zeitmessung + Verteilen von Zwischenstandszetteln
- freiwilligen Helfer allesamt sehr hilfsbereit und engagiert
- Siegerehrung und Abschlussfeier
Petrus hatte es gut gemeint mit uns beim Wettkampf oder er hatte einfach die 2 Tage vorher schon sein ”Pulver “ verschossen. Dass gar kein Regen fiel war für mich ein kleines Wunder.
Es war recht kühl und nachts noch frostiger aber das kam mir gerade recht. Das einzige was mich in den ersten 18 h interessierte, war meine Zeit pro Runde – Kilometer und Rang waren mir wurstegal.
Ich hatte eine schwere Sinnkrise als ich nach ca. 14 h anfing etwas zu schwächeln, aber meine Betreuerin war extra für mich aus den französischen Pyrenäen angereist, da kann ich mich doch nicht so hängen lassen, außerdem wäre mein Freund nicht zufrieden gewesen, wenn ich “grundlos” aufgegeben hätte und ja, er ist doch immer so stolz auf mich wenn ich mich tapfer schlage (das ist süß)…..alles nur extrinsische Motivation? Aber neeeein, ich wollte im Prinzip ja auch laufen, ich hatte es nur für einen Moment lang vergessen.
Es wurde dann irgendwann auch mal hell, ich brachte meine Krise hinter mich (manchmal habe ich auch gesungen – meine Mitläufer mögen es mir verzeihen – man muss das als Gospel verstehen ;-)) und ich war erstaunt, dass ich meiner Marschtabelle weitestgehendst gehorchen konnte.
Besonders toll fand ich, dass ich kurz bevor ich das letzte Mal über die Zeiterfassungsmatte lief auf meinen Chris auflief, so dass wir die letzten 3 Minuten noch zusammen laufen konnte. Allerdings scheuchte er mich noch ganz schön, einmal war ich kurz orientierungslos und hätte beinahe noch einen Crash verursacht weil ich die Kurve nicht richtig gekriegt hatte. Päng, der Schlussschuss war ertönt: keine Bewegung mehr, Gang raus, stehen bleiben!Chris umarmte mich während ich keuchend über dem Absperrgitter hing und aus dem letzten Loch pfiff. Happy End: alles erreicht was ich niemals zu träumen gewagt hatte. Das Leben erzählt eben die schönsten Geschichten.
Ich musste dann noch zur Dopingkontrolle, die so lange dauerte so dass ich dann auf den letzten Drücker ungeduscht und etwas müffelnd zur Siegerehrung kam. Abends haben wir mit dem Team im Hotelrestaurant gefeiert, die Atmosphäre war locker und entspannt, eine richtig nette Truppe.
Glückwunsch noch einmal an alle meine Teamkollegen, die ein gutes Rennen gelaufen sind und teilweise auch neue Bestleistungen erreichen konnten. Die anderen sollen nicht traurig sein…..der Laufkalender ist voll mit solchen Events, da findet sich noch eine Gelegenheit sich für nächstes Jahr zu qualifizieren. Special thanks noch an Stefan Weigelt und Physio Oli Leu, den ich zum Glück nicht brauchte aber dessen Anwesenheit mich sehr beruhigte.“

Einen zehnten Platz und eine neue Bestleistung erreichte der beste deutsche Mann Ralf Weis. Hier seine Eindrücke aus Brive:
„Ein Jahr nach dem Vizetitelgewinn wusste ich, dass unter normaleren Witterungsbedingungen sicher diese 244 erzielten Kilometer nicht ausreichen würden, um in die Top Ten zu laufen. Das Wetter war dann auch in Brive gut, trocken, kühl und die Stimmung war o.k. Die Eröffnungsfeier mit dem Marsch der Athleten durch die Stadt war für mich als Fahnenträger schon etwas ganz besonderes.
Meine Renntaktik habe ich auch bis 65 Minuten vor Schluss einhalten können. 11 km pro Stunde wollte ich auf den nicht ganz einfach zu laufenden 1250m-Parcour erreichen, was mir auch die ersten 13 Std. gelang. Auch in den Nachtstunden war ich sehr zufrieden mit meinem Lauf und konnte mich vom 50. Gesamtplatz(nach 3 Stunden.) bis in den Morgengrauen gegen 6 Uhr auf den 7. Platz vorarbeiten.
Ich hatte in den letzten Stunden durch- und nachgerechnet und mit einer kämpferischen letzten Laufstunde –wie in Bergamo- wollte ich 252 km herauslaufen. Dies wäre der ersehnte Top Ten-Platz in der ewigen Deutschen Bestenliste gewesen und wohl auch das Maximale was hierbei hätte für mich herauskommen können. Eine plötzliche "nichtangemeldete" Muskelzerrung " im Oberschenkel/Hüftansatz gut eine Stunde vor dem Rennende ließen leider die Träume platzen. Oli Leu, unser Physio und Betreuer, versuchte noch mal alles, aber nur schnelles Gehen bzw. ganz langsames kontrolliertes Joggen waren noch machbar. Dennoch konnte ich mit 249,25 gelaufenen KM und Verbesserung der PB und dem 10. WM Platz (7. in der EM-Wertung) sehr zufrieden sein.
Das Mannschaftsergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen; auch wenn es nicht für den Platz auf dem Stockerl gereicht hat, haben die ersten drei Deutschen gemeinsam ca. 25 Laufkilometer mehr erzielt, als noch 2009. So unterschiedlich können also die einzelnen Rennen sein!!! Die An- und Rückreise, die Eröffnungs- und Abschlussfeier sowie der Wettkampf an sich verliefen reibungslos und toll organisiert; jeder unserer Teilnehmer hatte sich gewissenhaft auf dieses Highlight vorbereitet--aber so ist es wohl offensichtlich sehr oft bei einem "24er": Freude und Trauer bei jedem einzelnen liegen meistens dicht beieinander.“


Auch Antje Krause konnte ihre Bestleistung im Vergleich zu ihrem Debüt im vergangenen Jahr steigern und nahm viele schöne Erinnerungen an Brive mit nachhause: „Bei einer WM zu starten und mit den ganzen Cracks in einem Rennen zu laufen, ist natürlich etwas Besonderes.“ Die Flaggenparade am Tag vor dem Rennen, als alle Teilnehmer in ihren Farben vom Marktplatz zum Veranstaltungsort zur offiziellen Eröffnung marschierten, sei sehr bewegend gewesen. Die Deutschen durften den Zug anführen, schließlich steht in Frankreich „Allemagne“ ganz vorne im Alphabet. Es sei zu spüren gewesen, dass die Einwohner stolz auf das Ereignis gewesen seien. „Sonst sind wir Ultraläufer immer nur die Exoten“, in Brive wurden sie dagegen mit viel Applaus empfangen.
Sportlich hatte Antje Krause sich für die Meisterschaften viel vorgenommen und einen Platz unter den ersten 20 anvisiert. Minimalziel hieß 200 Kilometer, wenn alles optimal läuft, sollten es 210 werden. Die ersten 100 Kilometer waren knapp unter zehn Stunden absolviert, Antje Krause lag im Plan. Weniger Pausen und ein bisschen mehr zu essen als bei ihrem Debüt im vergangenen Jahr hatte sie sich vorgenommen.
Bis zur Hälfte nach zwölf Stunden mit knapp 120 Kilometern lief alles glatt, doch im weiteren Verlauf bekam sie neben den üblichen Muskelschmerzen, die es beim Ultra zu ignorieren gilt, Probleme in der Wade. Leichte Krämpfe zeichneten sich ab. „Da habe ich Angst bekommen, dass es mich ganz aus dem Rennen haut“. Dazu kam es wie wir wissen glücklicherweise nicht.


Die vierte persönliche Bestleistung zum Saisonhöhepunkt gelang Kai Horschig, der 24. wurde. Hier seine Eindrücke vom "Projekt" Brive: „Noch nie habe ich mich auf einen Lauf so intensiv und zielgerichtet vorbereitet. Die Teilnahme an einer WM, das Nationaltrikot tragen und vertreten zu dürfen war für mich ein großer Traum und ich war stolz die Quali geschafft zu haben.
Panik kam bei mir am Dienstag früh auf als ich bemerkte dass sich mit beginnenden Halsschmerzen eine Grippe ankündigte. Mit Lutschtabletten und viel Tee mit Honig konnte ich dies jedoch einigermaßen aufhalten.
Mit dem Wettkampfverlauf bin ich sehr zufrieden, auch wenn ich die ersten Stunden etwas defensiver hätte beginnen können. Den Lauf konnte ich ohne größere Krisen absolvieren wobei der schöne Streckenverlauf mit vielen Stelle an welchen man die anderen Läufer beobachten konnte sicherlich hilfreich war. Wenn es noch insbesondere in der Nacht einige Grad wärmer gewesen wäre, wären es optimale Bedingungen gewesen. In den letzten Stunden wollte ich dann unbedingt die 240 km haben und habe nochmal alles gegeben.
Eine tolle Strecke mit vielen Zuschauern, eine super Organisation des Veranstalters, ein tolles deutsches Team, mein super Betreuer Marcel haben dies zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.
Mit meiner persönlichen Bestleistung bin ich natürlich auch sehr zufrieden und freue mich schon auf die nächsten Herausforderungen. Wenn diese wieder im Rahmen einer WM sind, hätte ich natürlich nichts dagegen, insbesondere da die nächste in Brugg / CH fast ein Heimspiel für mich ist.

Nicht optimal lief es für Michael Irrgang. Gleichwohl nimmt auch er viele schöne Erfahrungen von der WM mit: „Nach Seoul vor zwei Jahren war Brive meine zweite Weltmeisterschaft. Da ich im Training ein paar Rückschläge hinnehmen musste, konnte ich mein Leistungsvermögen nicht gut einschätzen. Dennoch plante ich, zwischen 230 und 240 km zu laufen und lief entsprechend vorsichtig los. Nach 6 Stunden kam meine obligatorische, erste mentale Krise: Noch 18 Stunden und die Beine werden schon schwer! Weiter, bei km 75 gibt es den ersten Kaffee und ein Stück Schokolade! So kam ich über diesen Punkt eigentlich ganz gut weg und bis km 100 in etwa 9:31 Stunden lief alles nach Plan.
In der Nacht wurde es dann empfindlich kalt und meine Muskulatur verkrampfte sich etwas. Eine Runde Gehen brachte nichts, außer, dass mir noch kälter wurde, so legte ich eine Pause ein, ließ mich von Olli massieren und setze dann gehend mein Tagwerk fort. Doch die Kälte wollte nicht aus den Knochen. Ich fühlte mich ausgesprochen unwohl in dieser Phase, dennoch dachte ich zu keiner Zeit ans abbrechen! Carmen war es dann, die mich aufforderte, es doch einmal wieder mit Laufen zu versuchen. Nach ein paar gestolperten 100 Metern, fand ich tatsächlich wieder einen runden Laufstil. Mir wurde wärmer und es lief von Stunde zu Stunde besser. Auch die Grüße aus der Heimat haben mir an dieser Stelle sehr geholfen.
Hatte ich während meiner Pause fast 40 Plätze verloren, so konnte ich mich nun wieder langsam durch das Klassement arbeiten. Als Läufer konnte man an einer großen Tafel sein Rennen - die gelaufenen Kilometer, Rundenzeit, Platzierung - ganz gut mitverfolgen, was sehr motivierend war. Als dann am Morgen die Zuschauerzahl und die Begeisterung rasch zunahm und es die letzte Stunde richtig warm wurde, bekam ich noch einmal richtig Lust zu laufen und legte einen regelrechten Endspurt ein. Meine schnellsten Runden folgten. Ich hatte eigentlich keine großen Probleme, weder mit dem Magen noch sonst etwas, meine Verspannung waren durch unseren Physio Olli nach ein paar Minuten Massage und ein paar Dehnübungen überwunden. Im Nachhinein frage ich mich schon, warum ich mich in der Nacht so hängen ließ, aber mir kamen plötzlich starke Zweifel, ob meine gesundheitliche Verfassung und Form für 230 km ausreichen würden. Da sind dann 10 bis 20 km schnell "verschenkt". Letztendlich bin ich froh, glücklich und zufrieden, überhaupt gesund durchgekommen zu sein und diese Kilometerleistung geschafft zu haben. Nach vielen verkorksten Monaten war es nach langer Zeit einmal wieder ein guter Wettkampf, der mich für die Zukunft hoffen lässt.
Insgesamt war es beeindruckend, mit welcher Leidenschaft die Franzosen diese Großveranstaltung aufgezogen haben. Ich bin froh und ein wenig stolz, dabei gewesen zu sein und muss mir nun überlegen, wie und wann ich die Qualifikation für die nächste WM, die im Mai in Brugg (Schweiz) stattfindet, angehe.


Kurz und knapp hat Florian Reus seine Eindrücke zusammengefasst. Mit gelaufenen 200 Kilometern blieb er doch hinter seinen Erwartungen zurück: "Auch wenn ich mit meiner persönlichen Leistung nicht zufrieden sein kann, werde ich die Welt- und Europameisterschaft positiv als großartige Erfahrung in Erinnerung behalten. Es war schon etwas ganz Besonderes, zwischen so vielen verschiedenen Nationalitäten im Trikot der Nationalmannschaft an der Startlinie zu stehen. Leider habe ich mich jedoch in den letzten vier Stunden des Rennens selbst um den Lohn meiner Mühen gebracht, was mir sehr leid tut."


Obwohl es auch für ihn alles andere als optimal lief, schaut auch Patrick Hösl neben der Analyse seines Rennens mit positiven Gefühlen zurück: „Das Fazit vorneweg: So berauschend das ganze Unternehmen 24H-WM war, so wenig zufriedenstellend die persönliche sportliche Leistung. Subjektiv war ich mit dem Verlauf der Trainingsvorbreitung höchst zufrieden – bis einen Tag nach der Harzquerung. Während des Regenerationsläufchens leichtes Ziehen im Oberschenkel-Strecker rechts 2 Tage selbstverordnete Laufpause (ich wollte schließlich nichts riskieren) und das folgende nach drei Minuten abgebrochene Training folgten.
Nach Rücksprache mit dem DLV erfolgte dann der Besuch beim Physiotherapeuten und Sportorthopäden, der hat mir insgesamt 6 Spritzen in den Rücken verpasst hat. An Training war in den letzten zweieinhalb Wochen vor Brive nicht zu denken – dennoch hatte ich noch die Chance auf einen Start gesehen. Meine Meinung war: Wenn ich die erste Runde in Brive überstehe, gibt es keine Ausreden (meine Trainingsschwerpunkte konnte ich nämlich weitestgehend umsetzen).
Gut getaped (vielen Dank Oliver) ging es also an den Start: keine Probleme im Oberschenkel! Super, es sollte also eine stramme Leistung werden. Stramm war nach einer Stunde allerdings bereits mein Außenband am rechten Knie. Deutliche Linderung verhalf nach ca. 4 Stunden ein Tape von Oliver. Nach ca. einem Drittel des Rennens meldete sich der Strecker des linken Oberschenkels – aber auch hier Linderung nach einem Tape.
Während die erlaufenen KM in der ersten Hälfte noch im Planbereich lagen, hatte ich in den Stunden 13-17 doch deutliche Probleme bekommen. Ich konnte die Runden nicht mehr gleichmäßig im angepeilten Tempo zurücklegen. Stattdessen musste ich immer wieder verschiedene Maßnahmen ergreifen (Schuhwechsel, Klamottenwechsel, Pause, Nudelmahlzeit), um anschließend einige schnellere Runden rauszupressen. Schmerzen in der Innenseite linkes Knie und deutliche Ermüdungserscheinungen in beiden Oberschenkeln (Vorderseite) waren dann zuviel. Zu diesem Zeitpunkt waren auch meine mentalen Kräfte offensichtlich bereits aufgezehrt.
Meine Analyse, was letzten Endes alles schief gelaufen ist, ist noch nicht beendet. Sicherlich muss ich auch mein Training hinterfragen: denn die Probleme am Schluss deuten auf einen Fehler in den vorherigen Wochen hin. Ein erstes Bauernopfer ist jedenfalls schon gefunden: eine neue Matratze muss her!
Warum die Weltmeisterschaft in Brive dennoch ein Erlebnis war, das ich nicht missen will? Ein Blick auf die veröffentlichten Fotos vermag einen Eindruck zu geben: die Athleten in Nationalkluft (ob im Hotel, der Stadt oder natürlich auf der Strecke), die Flaggenparade am Vortag, die überdachte Versorgungsstrecke mit den Nationen-Pavillons auf der Runde, die Stimmung an der Strecke bis weit in die Nacht, die Siegerehrung und die Abschlussveranstaltung. Einfach eine tolle Sache! 

Auch Michael Hilzinger, der Dt. 24 h-Meister 2009, hatte so seine Probleme: Wie sicherlich auch all die anderen Teilnehmer fuhr ich voller Spannung zur WM, und freute mich all die anderen in Basel zu treffen. Die gesamte Organisation der Veranstaltung vom Veranstalter vor Ort war klasse, und es fand sich in der Deutschen Mannschaft ein tolles Team zusammen, in dessen Kreise ich mich keine Minute unwohl fühlte.
Gestartet war ich mit der Ambition: DABEIZUSEIN!! Zweitziel war: So in etwa an meine Bestleistung vom letzten Jahr ranzukommen. Leider klappte dies nicht so wie vorhergesehen - was aber keinesfalls am Betreuerteam (hier für mich ganz speziell: DANKE MARCEL!!) lag. Sondern nach ca. 20 Stunden traten bei mir im linken Unterschenkel muskuläre Problemchen auf, und ich musste deutlich Tempo rausnehmen und Gehpausen einlegen. Als ich dann noch mit dem Fersenbein direkt auf den einzigen Stein auf der gesamten Strecke trat - der mir einen stechenden Schmerz im Fußbereich bescherte - konnte ich nur noch gehen. Und somit konnte ich die 24h mit knapp 225km auf der Strecke beenden.
Am Tag nach dem Lauf stellte sich noch eine Magen- Darm Verstimmung dazu ein, die mich auf der fast neunstündigen Rückfahrt über Frankreichs Autobahnen bei jeder Unebenheit "innerlich kämpfen" ließ. Ich war heilfroh als mich meine Frau nach nochmals zwei weiteren Stunden Bahnfahrt in die Arme nehmen konnte.
Die Verstimmung habe ich dann endlich im Laufe des Montags abgelegt, der Arzt hat mir heute bestätigt dass im Bereich des Fußes keinerlei Bruch bestehe und ich wieder trainieren darf. Und somit kommt langsam aber sicher das "24h WM Erlebnis" in mein Bewusstsein durchgesickert, und ich kann mich an dem Erlebten erfreuen!! Und ehrlich gesagt: ich freue mich auf die nächsten 24h!!
 

zusammengestellt von Heiko Krause
 

 
 
Language selection
Deutsch (DE-CH-AT)English (United Kingdom)French (Fr)Español(Spanish Formal International)
Eure Hilfe ist gefragt ...
Wer hat Lust, an der Übersetzung der DUV-Website mitzuarbeiten?

weitere Infos ...
Termine
Terminsuche
Die 4 aktuellsten Termine ab heute:
25.05.2012
Sonnenuntergangs-Sonnenaufgangs-10h-Lauf
25.05.2012
Eifelsteiglauf 2012
26.05.2012
L'Ultra Lozère
26.05.2012
Keufelskopf Ultra-Trail
Direkt zum Laufkalender
Ergebnisse
Search