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Einige FGler haben die 100 km von Kienbaum absolviert. Roland Riedel fasst zusammen, wie es ihnen erging:
Beim 100 km Lauf in Kienbaum starteten einige Läufer/innen mit dem Ziel sich für einen 24 h Lauf im 2. Quartal vorzubereiten bzw. hierfür einen Leistungsnachweis zu erbringen. Hierfür waren aus unserer DUV-Fördergruppe auch Grit Seidel, Friedemann Hecke, Jan Prochaska und Roland Riedel angetreten und erfolgreich.
Den größten persönlichen Erfolg konnte Grit Seidel verbuchen, der es bei einer klugen Renneinteilung gelang, die Frauenwertung in 9:51:24 zu gewinnen. Sie war dann immer noch fit genug, sich sofort nach der Siegerehrung mit Gepäck und großem Pokal problemlos auf ihr Fahrrad zu schwingen und zum Bahnhof Hangelsberg zu radeln um die Heimfahrt ins nahe Berlin anzutreten.
Bei uns 3 Männern war in Anbetracht einiger teilnehmender schneller "Kurzsteckenläufer" von Anfang an klar, dass wir als 24 Sunden Läufer nicht ganz vorne mitmischen wollten und konnten. Dennoch erreichten wir die respektablen Gesamtplätze 6 bis 8.
Jan Prochaska teilte sich seinen Lauf wie folgt ein: Auf den ersten 55 km begleitete er in einem für ihn gemäßigten Tempo seinen Vereinskameraden Jörg Stutzke. Die restlichen 45 km lief er gleichmäßig und zügig in einem Tempo von unter 5 min/km und finishte schließlich in 8:35:42. Somit brachte er das Kunststück zustande, die 2. Rennhälfte deutlich schneller (ca. 15 min) als die erste Rennhäfte zu absolvieren, was ansonsten im gesamten Teilnehmerfeld nur Heike Christ (ebenfalls 24 Stunden Läuferin) gelang.
Friedemann Hecke lief die Sache andersherum an. Anfangs lief er etwas flotter als geplant, besann sich aber nach 75 km, dass dies nur eine Vorbereitungswettkampf ist und das eigentliche große Ziel mit vollem Einsatz dann die World Challenge über 24 Stunden in Bergamo sein wird. Er nahm Tempo heraus und kam noch vor Jan Prochaska mit 8:28:17 ins Ziel.
Für mich selbst gab es verschiedene Motivationen, diesen 100 km Lauf in Kienbaum engagiert anzugehen. U. a. war es mein 150. Marathon / Ultramarathon und somit ein kleines Jubiläum. Anfang dieses Jahres konnte ich meine persönlichen Bestzeiten im Marathon und über 50 km verbessern. Somit sollte nun meine 3 Jahre alte Bestzeit über 100 km aus Hanau-Rodenbach ebenfalls unterboten werden. Auch basiert mein persönlicher Trainingsplan seit diesem Jahr auf einem Plan "100 km unter 8 Stunden", so dass ich auch auf dieses für mich aber noch recht hoch gegriffene Ziel schielte. Die ersten knapp 70 km lief ich dann auch noch recht gleichmäßig und im Plan. Es fiel mir aber zusehends schwerer und trotz der Erfahrung aus 149 Läufen, mußte ich lernen, dass meine Verpflegungsplanung nicht optimal war und ich in eine leichte Unterzuckerung lief. Somit ergaben sich dann einige um ca. 2 bis 3 Minunten langsamere Runden. Nachdem ich mit verkürzten Versorgungsintervallen und einer Mischung aus Cola und Tee gegensteuerte, konnte ich mich ab km 90 wieder deutlich steigern und die letzte Runde gehörte gar zu meinen schnellsten. Als ich dann in 8:09:21 über die Ziellinie sauste, freute ich mich riesig, meine persönliche Bestzeit um mehr als 36 Minuten verbessert zu haben. Gleich nach Zielverpflegung und Kleiderwechsel blieb ich noch joggend und wandernd einige Zeit an der Laufstrecke. Dank dieser aktiven Regeneration fühle ich mich in der jetzigen Woche - bei selbstverständlich reduziertem Trainingsumfang - sehr wohl.
Ja, zu guter Letzt in ein / zwei Sätze auch noch etwas zum einsatzfreudigen, lieben, hilfsbereiten Organisationsteam: Eine Teilnahme in Kienbaum lohnt sich auch dann, wenn dort nicht gerade die Deutsche Meisterschaft ausgetragen wird ! Herzlichen Dank für die schöne Zeit in Kienbaum !
Roland hat noch Ralf Weis vergessen, der 3. in der M50 wurde. Ihn haben wir um ein gesondertes Statemeint gebeten, hier ist es:
Ja, in den letzten beiden Märzwochen sollte dann die geforderte „Formüberprüfung“ in Form eines bestenlistenfähigen 100km-Laufes erfolgen. Ich habe mich nun mal entschlossen, aufgrund der erbrachten Leistung im Jahre 2008, das im „hohen Alter vielleicht einmalige Erlebnis“ Nationalteam 24-h-Lauf mitzuerleben. Dafür begann meine Vorbereitungsphase Ende Januar. Nachdem ich in Bertlich und in Bad Salzuflen mit Sascha Velten einen Marathon absolvierte, wurde es am 28.3. in Kienbaum erstmalig ernst: Ich bin z. Zt. im täglichen Training und meine Zielrichtung geht ganz klar zum 2.Mai hin Richtung Bergamo -24h-Lauf. Daher war es für mich klar, dass ich nicht wie in den beiden Jahren zuvor (DM 100km-Lauf), eine Bestleistung abrufen möchte bzw. das Training daraufhin zugeschnitten war. Aus der vollen Belastung heraus ist es mir dennoch gelungen, die ersten 50 KM mit 3:52h recht schnell zu finishen. Dann wurde ich müde und das Tempo konnte ich nicht mehr halten. Da hieß es für mich:“Diese Schwächephasen werden in Italien sicherlich auch auftreten, da musst du „beißen“, taktieren, langsamer werden, aber nicht ungeduldig oder enttäuscht reagieren. Nein, mir war bewusst, dass ich aus dem Training heraus diese Schwächephase bei ca. 50 gelaufenen Kilometer bekomme. Positiv werte ich, dass ich mich bei ca. 75 km wieder sammeln konnte und nicht weiter abbaute. Für mich waren dann die gelaufenen 8:02h eine gute Zeit, denn durch meine langen Laufumfänge in den letzten Wochen habe ich doch an „Sprinterqualität“ eingebüßt, doch ich hoffe davon bei der World Challenge /EM in Bergamo auf der 24h-Strecke zu profitieren und mit einem guten Lauf meinen Beitrag für das Nationalteam leisten zu können.
Weitere und genauere Ergebnisse finden sich unter www.harri-schlegel.ag.vu
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| Jan Prochaska (links) hier noch als Hase von Jörg Stutzke, dahinter Ralf Weis, der gerade zum Überholen ansetzt, Foto: Steffen Bruntsch |
Roland Riedel, Grit Seidel und Friedemann Hecke (v. l. n. r.), Foto: Stutzke |
(Gabi Gründling 04/2009) |