DUV - Deutsche Ultramarathon Vereinigung e.V.
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Gudrun Kurtz, Mitgliedsnummer 111

Als Gudrun Müller war sie schon lange Jahre in der Ultraszene bekannt. Auch wegen der Tatsache, dass sie an den ersten 20 100 km-DMs lückenlos teilgenommen hatte und damit das weibliche Pendant zu Serienstarter Franz Feller war. Gudrun beschreibt Ihr Ultraleben so:

Im Juni 2007 in Frankreich habe ich meinen letzten Marathon gemacht. Jetzt bin ich froh, wenn ich 10 km in einer Stunde wieder laufen kann. Ich hoffe, dass ich bis im Sommer 2009 wieder soweit bin, um dann meinen 175. Marathon laufen zu können. Die Ultra-Family fehlt mir schon sehr, ich habe nur wunderschöne Erinnerungen an herzliche und freundschaftliche Begegnungen. Ich bin froh, dass mich das Ultra-Fieber schon sehr früh infiziert hat.

1984 habe ich meinen 1. Marathon gemacht und beim Training mit meinen Laufkameraden habe ich viel über den Bieler Hunderter gehört und schon hat es gefunkt bei mir. Natürlich wollte ich so früh wie möglich auch dabei sein. Bevor ich mich an die Nacht von Biel wagte, wollte ich zuerst einen Tag-Lauf machen und das war in 1985 in Genf, da lernte ich auch Harry Arndt kennen und profitierte von seinen Ratschlägen und Empfehlungen. Im Ziel hatte ich dann 9:20 h und war super zufrieden. Jetzt konnte Biel kommen. 1986 war es endlich soweit, nach 9:27 h war ich im Ziel und total frustriert über diesen "100-km-Cross-Nachtlauf", das wollte ich nicht mehr machen. 1987 hat Harry Arndt die Deutschen Meisterschaften ins Leben gerufen und von da war das dann jedes Jahr mein wichtigster Tag. Meine ganze Jahresplanung habe ich immer auf den Tag der Deutschen Meisterschaft ausgerichtet. Für mich ist eine Welt untergegangen, als ich 2007 meinen voll Herzblut geliebten und wichtigsten Lauf vom ganzen Jahr nicht mehr machen konnte.

Bei meinen Lieblingsläufen steht der Marathon auf der chinesischen Mauer schon ganz vorne, der Pikes-Peak in Colorado war wegen seiner Höhe von über 4.000 Meter der schwierigste Marathon, aber mein Lieblings-Marathon war der Schönbuch-Marathon in Leinfelden, er führte durch meinen Geburtsort Neuenhaus, das waren schöne heimatliche Gefühle dort zu laufen.

Viele liebe Grüße an Harry, ich hoffe, dass ich vielleicht mal wieder in der Ultra-Family dabei sein kann.

29. März 2009

 
 
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